gullis
Anmeldedatum: 17.06.2006 Beiträge: 15 Wohnort: Linz
|
Verfasst am: So Nov 05, 2006 7:17 pm Titel: Augen auf bei älteren Immobilien |
|
|
Viele Immobilieninteressenten liebäugeln mit einer gebrauchten Wohnung oder einem älteren Haus. Dabei stehen nicht nur mögliche Kostenvorteile im Mittelpunkt der Überlegung.
Ältere Häuser überzeugen oft mit liebevoller Architektur, schönen Gärten oder zentraler Lage. Doch die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Nicht selten weisen ältere oder gebrauchte Objekte erheblichen Sanierungsbedarf auf. Manchmal verbergen sich kaum sichtbare Bauschäden in Wänden, Fußböden oder Dächern.
"Damit sich die vermeintliche Traumvilla nicht als unberechenbarer Sanierungsfall entpuppt, sollte man vor dem Kauf die Bausubstanz genau durchleuchten", rät Robert Anzenberger von PlanetHome. Nur wenn alle etwaigen Mängel bekannt sind, können Sanierungsumfang und anfallende Kosten eindeutig beziffert werden. Um keinen Mangel zu übersehen, ist die Hilfe eines Bausachverständigen oder eines Architekten zu empfehlen.
"Ausgewiesene Experten erkennen zielsicher auch versteckte Schäden", so der PlanetHome Manager. So wüssten sie zum Beispiel, welche Baufehler für welche Jahre typisch sind und wo sich solche Schwachstellen zumeist verbergen. Baulaien hätten dagegen kaum eine Chance, verborgene, schwer zugängliche Mängel zu entdecken.
Fachmännischer Rat ist ebenso vonnöten, wenn Käufer nach dem Erwerb die Immobilie umbauen möchten. Hier sollte man bereits im Voraus klären, ob sich die Wünsche auch wirklich realisieren lassen. Nicht selten verhindern Statik, vorhandene Bausubstanz oder staatliche Auflagen eine beabsichtigte Baumaßnahme.
Kommt der Umbau nicht zustande, sind Ärger und Enttäuschung groß. Manche Käufer möchten dann am liebsten das Objekt wieder verkaufen. Das aber führt fast immer zu schmerzlichen finanziellen Verlusten - zumal, wenn die Kaufnebenkosten bereits bezahlt sind.
Als kostenintensiv können sich auch Schäden oder Mängel an der Gebäudetechnik erweisen. Heizung, Elektrik oder Wasserrohre sollten daher umfassend in Augenschein genommen und ihre Funktionstüchtigkeit getestet werden.
"Käufer sollten sicher gehen, dass kein Sanierungsstau vorliegt", erklärt Anzenberger. Dazu müsse man wissen, was wann zuletzt saniert wurde und welche Reparaturen in den kommenden Jahren ins Haus stehen. "Die anstehenden Kosten müssen bei der Gesamtkalkulation berücksichtigt werden", so der Immobilienexperte.
Quelle: forium.de |
|